| Cyrano de Bergerac Schwäbisches Tagblatt 14.12.2007 | |||||||
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Soufflierte Liebe Ars Bene Agendi mit Cyrano de Bergerac Ohne seine allseits verspottete Nase wäre er vielleicht kein berühmter Dichter geworden: Mit geschliffenen Worten konnte Cyrano de Bergerac wettmachen, was ihm an gewinnendem Aussehen fehlte. Unglücklich war der Zeitgenosse von Molière in seine Cousine Roxane verliebt. Die aber hatte nur Augen für Christian de Neuville. Unter Neuvilles Namen schreibt Bergerac nun Liebesbriefe, souffliert beim nächtlichen Stelldichein. Zu spät erkennt Roxane, dass sie die ganze Zeit nicht Christian, sondern die Seele hinter den Briefen geliebt hat.
Aurélien Crida, Email vom 13.12.2007 Ich wollte nur sagen, dass es super war. Es hat meine Freunden gefallen, die die Geschichte nicht kanten, und ich auch, der den Text von Rostand sehr gut kenne, und den Film mit Depardieu mehrmals gesehen habe. Und am Ende konnte ich ein Paar Träne nicht zurückhalten. Also nur zwei Worte : Bravo, und Danke. Helge Karlitzky , Email vom 14.12.2007 Unsere Hochachtung für das treffliche Spiel in sehr guter Inzenierung. Ich habe das sehr genossen, denn Ihr habt dieses wunderschöne Stück so lebendig und einfühlsam gebracht, dass der Funke auf das Publikum übersprang, echte Spannung und auch echtes Mitfühlen spürbar wurden. Sehr gefallen hat mir die Multi-Kulti-Mischung der Truppe: Universitas pur.
Text nach Mass
Eine tolle Premiere feierte am Montagabend das Ensemble von „“Ars Bene Agendi“ mit Ihrem Stück Cyrano de Bergerac. Im BrechtBauTheater Tübingen spielten sich die Darsteller mit einer modernen Inszenierung der Tragikomödie die Herzen des begeisterten Publikums. Unter der Regie von Kerstin Reichelt (Gefährliche Liebschaften) überzeugte Daniel Michalos in der Rolle des Cyrano. Eindrucksvoll spielte er den tragischen Helden, der davon überzeugt ist, dass ihn aufgrund seines Aussehens keine Frau je lieben könnte. Diesem Irrtum ein Leben lang verhaftet, hilft er dem zwar gut aussehenden, aber recht dümmlichen Christian (Moritz Keller), das Herz von seiner Cousine Roxane (toll gespielt von Trinh Lay) zu erobern. Obwohl er selbst unsterblich in sie verliebt ist. Denn schließlich sind es Cyranos Worte, die zum ersten Kuss zwischen den beiden führen. Den fiesen Part übernahm Alex Fatakhutdinov, der mit russischem Akzent einen französischen General in britischer Uniform überzeugend spielte. Das Publikum wurde schon in den ersten Minuten in den Bahn dieser tragisch - romantischen Komödie gezogen. Der Clou waren die Kostüme und die Ausstattung. Denkt man bei Cyrano de Bergerac eigentlich an ein opulent ausgestattetes Bühnenbild aus dem 18.Jahrhunderts, so überraschte das Ensemble mit einer Ausstattung der TV Kultserie MASH und dem Kinohit „Good Morning Vietnam“ Passend dazu wurde auch Musik von The Doors und anderen Künstlern der 60er Jahre eingespielt. |
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