Besetzung

Minna: Anne Thoma, Major von Tellheim:Manuele Pilloni, Franziska: Trinh (Cheng) Lay , Just: Moritz Keller, Werner: Michael Hagmann, Wirtin: Stefanie Giebert, Dame in Trauer: Kerstin Reichelt

Regie, Bühne, Kostüm. Kerstin Reichelt, Beratung: Ursula Reichwald, Programmlayout: Stefanie Giebert

Programmheft

Photographien

Kritik

Minna von Barnhelm G.E. Lessing

Die 1767 erschienene Komödie Minna von Barnhelm gilt als Höhepunkt von G.E. Lessings Komödienschaffen und ist bis heute eine der meist gespielten deutschsprachigen Komödien. Das Stück besitzt noch heute eine Ausstrahlung, die auf Witz und Esprit in den Wortgefechten der Protagonisten beruht. Das Fräulein Minna von Barnhelm ist nach dem Krieg auf der Suche nach ihrem Verlobten, dem Major von Tellheim. Dieser weigert sich jedoch, Minna zu heiraten, da er momentan wegen Bestechung vor Gericht angeklagt wird. Kann Minna ihren Tellheim zurück gewinnen? Was haben die Diener Franziska und Just mit diesen Verwicklungen zu tun? Werte wie Freundschaft, Treue und der Glaube an innere Werte sind damals wie heute gültig und spannen einen überregionalen Bogen zu den Haupthemen von Bollywoodfilmen, auf die das Inszenierungskonzept zurückgreift.

In Indien werden jährlich über 800 Kinofilme von mehr als 3 Stunden Länge produziert, in denen das Publikum mit überschäumenden Gefühlen und 5-6 Tanzeinlagen konfrontiert wird – so scheint es jedenfalls dem westlichen Zuschauer. Das Indische Publikum erwartet dies aber auch; Filme, die nicht alle 9 Rashas (Geschmacksrichtungen) beinhalten, haben es schwer an der Kinokasse. Musik und Tanz gehören in Indien zu den grundlegenden Kunstformen. Die indische Bevölkerung möchte im Kino von einer anderen Welt träumen und zelebriert einen Kinobesuch. Es wird mit den Helden mit gelitten und gefreut.